Werkstatt-Notizen

Das Blog der koerperwerkstatt


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3. Streich

Keep smiling

Ich bin nun die dritte Woche in der Koerperwerkstatt. Schön war es, Menschen zu sehen, die eingekuschelt in warme Decken eine Fangobehandlung genossen. Der heilende Schlamm steckt voller Mineralien und hilft durch seine Durchblutungsförderung bei schmerzenden Muskeln und Gelenken.
Auch ein paar Hausbesuche werden von der Praxis noch durchgeführt. Mit stolzen 93 Jahren empfing uns eine Frau in ihrer Wohnung zur Lyphdrainage und ich war ganz entzückt davon mir ihre geschichtsträchtigen Erzählungen anzuhören.
Ansonsten trieb mich diese Woche die Frage nach der Bedeutung von Dopamin und Serotonin herum. Die beiden Botenstoffe des Nervensystems werden im allgemeinen Sprachgebrauch auch mal als „Glückshormone“ betitelt. Besonders Dopamin ist aber auch für die Steuerung körperlicher und geistiger Bewegung verantwortlich. Ein Mangel an Dopamin im Gehirn kann zur Parkinson Krankheit führen. Ferner wird angenommen, dass auch ein Serotoninmangel einflussreich auf den Ausbruch der Krankheit sei. Da Patient*innen mit diesem Krankheitsbild Phystiotherapeut*innen öfters begegnet, bin ich darauf gestoßen mir die Produktion der Neurotrasmitter genauer anzuschauen und habe mir die Frage gestellt, wie ein leichter Mangel ohne Medikamente im Alltag ausgeglichen werden kann.
Natürlich ist es nicht sinnvoll auf gesundheitsschädigende Anreize wie Zigaretten, Drogen, Wettspiele oder einen Überkonsum von sozialen Medien zurückzugreifen. All diese Dinge fördern als Belohnung eine Dopaminausschüttung, machen jedoch abhängig und verhindern, dass das Gehirn auch noch einer ‚normalen’ Ausschüttung ohne dem Konsum nachkommt.
Bei meiner weiteren Nachforschung stieß ich dann auf schon bekanntere Maßnahmen, wie regelmäßiges Sporttreiben, eine gesunde Ernährung sowie früher und ausreichender Schlaf. Das Problem dabei ist nur, dass ein Großteil von diesen ‚gesunden’ Lebensweisen weiß, je höher der Dopaminmangel jedoch ist, desto mehr drück er auf die Motivation. Es wird immer schwerer den eigenen Schweinehund zu überwinden.
Doch wie wäre es mit ein paar Ratschlägen, die wirklich Spaß machen und einen nicht anderweitig in den Ruin treiben? Die Indiana University School hat erforscht, dass zum Beispiel der Geschmack von Bier (Testpersonen waren Männer aka Menschen, die Bier mögen?) schon zur Ausschüttung von Dopamin und Serotonin führt. Der Alkohol soll dabei gar nicht die entscheidende Rolle spielen. Das hört sich doch schon besser an! Auch Küssen und Sex ist rangführend daran beteiligt, dass die Glückshormone im Schwung bleiben. Wer es mag und den ensprechenden Ärtz*innen Glauben schenkt kann auch auf die Ananas als Stimmungsaufheller zurückgreifen. Einige schwören, dass die Frucht einem Antidepressivum gleichkäme. Gesünder als die altbekannte Serotoninträgerin Schokolade wird es allemal sein.
Und nicht zuletzt mein Favorit: Lachyoga! Es soll jegliche Form von Stress entschärfen und die Produktion von Wohlfühlstoffen mal so richtig in Gang bringen. Mein Tip: Am besten in einer Gruppe machen. Wenn es schon keinen Anlass zum Lachen gibt, so lässt sich sicherlich einfach über die skurrile Situation lachen.

https://www.youtube.com/watch?v=31TTcjYw0hQ

@minin

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