Werkstatt-Notizen

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Ich mag meinen Beruf

Liebe Leser*innen Ich mag meinen Beruf

unserer Berufsstand hat es geschafft aus seinem Schatten zu treten. viele Jahre haben wir uns verbogen und wussten Nicht, warum wir uns so ausgelaugt fühlten.

ich mache diesen Job persönlich seit 22 Jahren, bin Mitte 40ig und möchte nichts anderes als in meinem Beruf alt werden.

  • weder fehlt mir ein akademischer Grad, 
  • noch mangelt es mir an Anerkennung .

beide Dinge sind zu meist entscheidend um glücklich zu sein, so scheint es. Aber Anerkennung kann auch auf ganz kurzem Weg zu dir kommen, du musst es nur sehen wollen und es muss reichen können.

genau das reicht aber nicht,

  • weil wir ein Heilhilfsberuf sind 
  • und auch als solcher behandelt werden.

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kürzlich fragte mich eine Klient*in sag Mal:  „warum kontaktierst du eigentlich nicht meinen Arzt und ihr geht in den direkten Austausch?“. 

schmunzeln.Diplomatie. 

was sollte ich sagen: ohne meinen ärztlichen Kolleg*innen in die Pfanne zu hauen, denn ich habe kein Interesse die Gedankenlosigkeit, die mangelnde Empathie und das nicht Wissen, um unsere Arbeit öffentlich zu kritisieren.

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mein Arzt hat gesagt, er kann mir nur ein weiteres Rezept geben, wenn Sie mir einen Therapiebericht mitgeben.“ 

okay. gerne. nehmen wir uns die Zeit in der letzten Behandlung, dafür: Ihr subjektives Empfinden über den Stand der Therapie und mein Fachwissen zu transportieren. 

  • „Aber dann ist ja meine Behandlung noch kürzer, was soll das?“

Sie sind verpflichtet sich für meine Interessen ein zusetzten. ist mir doch egal ob das Ihre Freizeit ist. 

  • was Sie verdienen nur 16€ die Stunde? 
  • Als Berufseinsteiger bekommen Sie nur 14€?
  • und haben Ihre Ausbildung selber finanziert, mit 350€ im Monat?
  • und geben jährlich 2000€ aus um state of the art zu sein? oder überhaupt erst ein Mal das Handwerk zu erlernen.
  • Ihre Ausbildung ist nur die Eintrittskarte, um wichtige Fortbildung post graduiert besuchen zu können?
  • Was?

ja! 

„ich spüre so weit hat mich Therapie noch nie gebracht. Aber der Rest ist mir trotzdem Egal.“

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Ausfallgebühr wird auf die persönliche Ebene gezogen ohne den wirtschaftlichen Sachverhalt zu betrachten, weil: „Sie haben mir auch schon Mal abgesagt. habe ich dafür Geld bekommen?“

ich frage mich dann immer, wie soll es weiter gehen?

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Im Jahr 2019

möchte ich allen angestellten Kolleg*innen 18€ Stundenlohn zahlen können. Das ist wichtig. ich finde keiner sollte einen prekären Arbeitsplatz haben müssen.

Doch um einen vom Verband der Krankenkassen zugelassenen Praxissitz führen zu können gibt es ziemlich viele „Muss“ zu erfüllen, die alle samt mit Geldausgaben zu tun haben. somit kenne ich viele Kolleg*Innen die es damit nicht so genau nehmen, aber das sehe ich anders.

denn ich habe die Verpflichtung

  • einen sicheren,
  • einwandfreien Arbeitsplatz bzw. Ort der Therapie an zu bieten,
  • mit fixierten Quadratmeter Vorgaben, für die Räumlichkeit und den Raum.
  • dazu gehört die Berufsgenossenschafts- Norm,
  • seit neuestem der Datenschutz,
  • die Elektrosicherheit,
  • die Sicherheit der Therapiebänke und Ortsveränderlichen Geräte,
  • die Feuerwehrsicherheit,
  • die Berufshaftpflicht,
  • die Betriebshaftpflicht,
  • laufende Therapiematerialien,
  • die Ausstattung modern und zeitgemäß….

und der nicht stattfindende Betrug an der Kranken-Versicherung (den Klient*inn einfach Pauschal Unterschreiben zu lassen und eine blumige Leistung zu platzieren). 

  • Sie möchten einen Termin, unser Telefon ist besetzt und zwar wenn Sie es möchten,
  • es gibt noch etwas zu organisieren, aber bitte nicht in meiner Behandlungszeit. 
Der Kunde will und ich soll, geschrieben steht es aber anders.
  • Sauberkeit.
  • Verfügbarkeit.
  • Urlaub.
  • Krankheit kann sein. gerade in unserem Job.
Das alles für: bis April 2018 18€ pro KG/MT Einheit, nun 22€ pro Einheit, allerdings nur von den Ersatzkassen. AOK.BiG etc. zahlen derzeit 20€ pro Einheit. 
  • Ich unterstelle ohne betriebswirtschaftliche Grundberechnung.

Das alles meine Damen und Herren kostet also soviel Geld,

das es schwindelerregend utopisch ist 2019, unter jetzt bekannten Bedingungen läppische 18€ Stundenlohn zu zahlen. 

oh!

und das Alles ist dann eben die legitimation/Notwendigkeit am Fliessband zu arbeiten. Ausfall als Privatleistung zu berechnen. etc.p.p.

Ich wünsche mir das unserer Beruf bezahlt wird, wie es unsere Expertise verlangt, wir studieren Gewebe, wir beschäftigen uns detailliert mit Bewegungsanalysen, wir haben ein offenes Ohr für die Umstände, den Kontext und wir werden um Folge-abschätzung gebeten. 

Dabei wird gesagt: „Guter Rat ist teuer“. Aber wo? Bei uns gibt es den zum Spottpreis.

Ich wünsche mir das die Krankenkassen offen kommunizieren, das Sie nur einen Teil der Rehabilitation tragen bzw. der Gesundbleibung (Salutogenese), dass es um Eigenverantwortung auch in Form von Selbst bezahlen geht.

Ich wünsche mir das ein Arzt seine Expertise mit der meinen abwägt und wir einen gemeinsamen Weg mit dem Klient* zusammen beschreiten.

Ich wünsche mir ohne die Unterstützung meiner Familie leben zu können.

Ich wünsche mir auch einfach zu einem im Gesundheitswesen ansässigen Therapeut* gehen zu können und für mich Behandlungen, für meine Gesundheit buchen zu können, weil ich es mir leisten kann und will. Derzeit frage ich meine Kolleg*in wenn es garnicht mehr geht, ob Sie mir Mal schnell helfen kann.

Der Zeit arbeiten 80% der Therapeut*innen Halbe-Stellen, weil Sie mehr nicht leisten können, eben in diesem Anforderungskatalog dieser Zeit.

Ich als freiberuflicher Realist wünsche mir Fallpauschalen, die von der Krankenkasse ausgeschüttet werden und es an mir liegt was ich daraus mache.

Hier sehe ich auch die Gelegenheit mein Können unter Beweis zu stellen und natürlich mit minimalen Aufwand zu maximalen Erfolg zu kommen.

Ich persönlich denke das unterste Bezahl-Niveau (keine Komfortzone) wären 120€ Brutto die Stunde für jeden freiberuflichen Therapeuten. Das ergibt ein rechnerisches Mittel von ca.55€, die Netto übrig blieben. Für jeden angestellten Therapeuten, wenn das überhaupt noch ginge in meinem System, sehe ich 30€ Brutto pro Stunde.

Lieber währe mir aber alle würden Miete für mein Kompetenzzentrum bezahlen und jeder trüge die selbe Verantwortung.

Das fände ich stark.

Das will ich sofort.

Sandra Breiter-Staufenbiel

About Sandra Breiter-Staufenbiel

Was macht mich aus? Warum ist es ein Unterschied von mir behandelt zu werden? Wo es doch viele Manual Therapeutin im Mailand Konzept, mit Spezialisierung für CMD im CRAFTA Konzept gibt. Meine Antwort: Ich bin Künstlerin. Im tiefsten inneren meines Selbst bin ich einfach Künstlerin. Meine Interpretation deines Körpers ist meine Profession, ich erlebe meinen Beruf als Passion, der ich ohne Kraftaufwand Tag für Tag nachgehen kann. Meine Hauptklientel hat sehr schwierige oder längerfristige Körperlich Strukturelle Impairments. Ich bin gut in Anamnese , Screening & Therapieentwicklung, Prognose & Symptom bezogene Prozesserläuterung.

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